Jochen Malmsheimer

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Jochen Malmsheimer, der vielfach preisgekrönte Kabarettist und „König der Komiker“ (Nürnberger Zeitung), ist der Meister des epischen Kabaretts. Sein leidenschaftlicher Vortrag und seine entfesselte deutsche Sprache sind unverwechselbar, lustvoll und in immer wieder neuen Formen hebt er die Grenzen zwischen Unsinn und Poesie auf. Hier bleibt kein Stein auf dem anderen.
So wird auch gleich zu Beginn des Programms „Wenn Worte reden könnten oder: 14 Tage im Leben einer Stunde“ schonungslose Offenheit in allen Punkten vereinbart: Endlich, über fünfzig Jahre nach Kriegsende in Deutschland, kommt der Zusammenhang zwischen Bahnhof und Leim zur Sprache. Das ist doch mal was!
Auch danach ereignet sich eine ganze Menge, selbst Bärbel Höhn kommt zu ungeahnten Ehren. Bis zum Schluss ausgeführt wird, was geschähe, „Wenn Worte reden könnten“. Denn das Geschäft des
Sprechens, von fast jedermann schamfrei in einer jeglichen Lebenslage schwunghaft betrieben, ist ein komplizierteres, als man gemeinhin ahnen möchte. Wie soll es da erst den Worten ergehen? Wenn Worte reden könnten, dann könnten Zahlen rechnen, so das Fazit dieses hoch unterhaltsamen Programms. Man wird sich hernach vielleicht nicht besser fühlen, aber wissen, wo der Gegner sitzt und vor allem: wie lange noch.

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